Die Europäische Union - Warum ich so ein Fan bin

Ich halte es für einen Trugschluss, dass nur junge Menschen jetzt für Europa auf die Straße gehen und für ein starkes Europa kämpfen! Das zumindest ist meine Beobachtung in den vielen Veranstaltungen und Wahlformaten, auf denen ich sprechen und vortragen durfte. Egal ob wissbegierige Studierende auf den Bayreuther Debatten zur Europawahl, internationales Publikum und Reisende auf dem Puls of Europe oder erfahrene Bayreutherinnen und Bayreuther an den Wahlkampfständen - größtenteils schlägt einem Interesse an einer starken Eurpäischen Union und mehr Integration entgegen. Wer könnte es ihnen verübeln? Die Europäische Union ist ein Bollwerk des Friedens und hat es geschafft, "Erbfeinde und Rivalen" zu Partnern zu machen. Sie hat uns einen rießigen Binnenmarkt gegeben, der uns wirtschaftlich stärkt. Sie gibt den vielen Gesellschaften in ihren Reihen immer und immer mehr gemeinsame Werte, Grundrechte und Grundfreiheiten. Und sie stärkte die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmerrechte durch bessere Arbeitszeitregelungen, Kündigungsschutz und Stärkung der Mitbestimmung - alles Errungenschaften, die wir auf nationaler Ebene nie hätten durchsetzen können! Doch ganz persönlich ist es vor allem eines, das mich zu einem EU-Fan werden lässt: Ich bin nicht mehr nur Bayreuther, Franke in Bayern, Deutscher mit rumänischen Wurzeln, sondern ich bin auch Europäer und fühle mich darin sehr wohl!

Natürlich ist die Europäische Union nicht perfekt, so realistisch sollte man sein. Noch wird wohl zu oft in Nationalstaaten denn als Europa gedacht. Das muss sich ändern! Nur als gemeinsames Europa können wir globale Herausforderungen meistern! Oder glaub wirklich jemand, dass ein einzelner Staat die Transformation ins digitale Zeitalter meistern, den globalen menschgemachten Klimawandel aufhalten, aufkommenden Despotismus einschränken oder den weltweit zu hohen Ressourcen und Energieverbrauch ändern kann? Dazu müssen zuerst vor unserer eigenen Haustüre kehren, der Europäischen Union größere Zuständigkeiten verleihen, das Parlament mit einem Initiativrecht ausstatten und Parteien europäisch denken. Kurzum: Am Ende des Wegen können für mich nur die Vereinigten Staaten von Europa mit dem Bundesstaat Deutschland, dem Land Bayern, der wunderschönen Region Franken und der herrlichen Stadt Bayreuth liegen.


Natürlich ist die Europäische Union nicht perfekt, so realistisch sollte man sein. Noch wird wohl zu oft in Nationalstaaten denn als Europa gedacht. Das muss sich ändern! Nur als gemeinsames Europa können wir globale Herausforderungen meistern! Oder glaub wirklich jemand, dass ein einzelner Staat die Transformation ins digitale Zeitalter meistern, den globalen menschgemachten Klimawandel aufhalten, aufkommenden Despotismus einschränken oder den weltweit zu hohen Ressourcen und Energieverbrauch ändern kann? Dazu müssen zuerst vor unserer eigenen Haustüre kehren, der Europäischen Union größere Zuständigkeiten verleihen, das Parlament mit einem Initiativrecht ausstatten und Parteien europäisch denken. Kurzum: Am Ende des Wegen können für mich nur die Vereinigten Staaten von Europa mit dem Bundesstaat Deutschland, dem Land Bayern, der wunderschönen Region Franken und der herrlichen Stadt Bayreuth liegen.

Abseits dieser großen Ideen sollten wir aber auch nicht vergessen, Europa auch im Kleineren zu gestalten. Es ist nur gerecht, einen europäischen Mindeslohn einzuführen; es ist sinnvoll, die Börse mit einer Finanztransaktionssteuer am Allgemeinwohl zu beteiligen; es ist notwendig, digitale keine Grenzen kennene Unternehmen überall in Europa gleich zu besteuern; es ist nötig, in Arbeitsplätze für junge Menschen zu investieren; es ist wunderbar, Erasmus für Nicht-Akademiker zu öffnen; es ist zukunftsweisend, eine gemeinsame Wirtschaftsregierung für den Euroraum einzurichten; es ist zwingend, die Forschung im Bereich KI und Datenschutz deutlich auszuweiten; es ist vernünftig, Energieeffizient zu erhöhten und die Klimaziele gesetzlich festzuschreiben; es ist strategisch sinnvoll, eine gemeinsame europäische Armee aufzubauen.

 

Was heißt das nun für mich? Ich werde in dieser Wahl meine Stimme der SPD geben, denn sie verfolgt die meisten dieser Ziele und kann meiner Meinung nach als einzige Partei wirklich und ehrlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt auch in Europa stehen: Nicht nur Wirtschaft, nicht nur Umwelt, nicht nur Nationalstaat, nicht nur Sozialstaat, sondern Vernunft und Mittelweg; eben miteinander. Doch ganz egal, wie ihr Euch entscheidet: Geht wählen am 26. Mai 2019!

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